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Was sind Bagatellschäden und wie muss ich mich verhalten?

Als Bagatellschäden werden Kleinstschäden am Fahrzeug bezeichnet. Bagatellschäden werden häufig unterschätzt und manchmal auch auf die leichte Schulter genommen. Dabei sind heutige Fahrzeuge oftmals so verbaut, dass sie von außen oft keine Schäden erkennen lassen. Das kann aber fatal sein, denn die Schäden liegen häufig im Inneren verborgen, also hinter den Verkleidungen und den Karosserieaußenteilen.

Im Bagatellschadenfall ist vor allem wichtig sicherzustellen, dass es sich wirklich um einen Kleinstschaden handelt und weitere Risiken ausgeschlossen werden können. Doch wie erkenne ich Bagatellschäden?

Was ist ein Bagatellschaden am Auto?

Grundsätzlich könnte dann ein Bagatellschaden vorliegen, wenn man bei einem anderen Fahrzeug oberflächliche Lackschäden verursacht. Zum Beispiel als Folge eines Rangierunfalls oberflächliche Lackschäden an einem Kfz verursacht wurden. In der Regel sind dies Kratzer, Dellen oder Schrammen an der Karosserie.

Bis wann ist es ein Bagatellschaden?

Ein Bagatellschaden ist ein kleiner Sachschaden am Auto, bei dem nur das Blech des Fahrzeugs beschädigt wurde, also ein oberflächlicher Lackschaden. Wenn das Fahrzeug mehr als nur einen vermeidlichen Blechschaden hat, spricht man nicht mehr von einem Bagatellschaden. Auch bei einem Unfall mit Bagatellschaden kann ein Person vorliegen. Von einem Personenschaden ist beispielsweise die Rede, wenn Menschen bei einem Unfall zu Schaden kommen. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Bagatellschaden und einem Unfallschaden?

Die Unterscheidung ist schwierig, denn häufig stellen sich vermeintliche Bagatellschäden bei genauerer Betrachtung als richtige Unfallschäden heraus. Diese liegen dann oft schnell im Bereich von mehreren Tausend Euro. Zudem sind diese nach einer fachgerechten Reparatur bei einem späteren Verkauf des Fahrzeugs offenbarungspflichtig. Damit du nicht später auf deinem Schaden sitzen bleibst, ist eine zeitnahe Abgrenzung wichtig. Ein zu spät erkannter Schaden kann in der Abwicklung erhebliche Probleme nach sich ziehen und im schlimmsten Fall die Regulierung kosten.

Vereinfacht kann man sagen:
Wenn ein Laie den Ausmaß des Schadens einschätzen kann und die Schadensumme bis ca. 700€ liegt, liegt ein Bagatellschaden vor.

Abwicklungen von vermeintlichen Bagatellschäden gehen deshalb häufig am eigentlichen Schadenausmaß vorbei. Nicht erkannte Schäden werden häufig erst bei einem späteren Verkauf des Fahrzeugs entdeckt. Logisch, dass es dann für die Schadensabwicklung bereits zu spät ist, denn die Geltendmachung von älteren Schadenersatzansprüchen ist dann nur noch schwer oder gar nicht mehr möglich. Das Risiko ist jedoch nicht jedem bewusst und die Versicherung wird dir an dieser Stelle sicher keinen entsprechenden Hinweis geben.

Wer bezahlt den Gutachter bei einem Bagatellschaden?

Bei einem Bagatellschaden müssen die Kosten für den Gutachter der oder die geschädigte Fahrerin oder Fahrer selbst getragen werden. Es kann nach Absprache ein schlankes Kurzgutachten angefertigt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gehören die Kosten für ein Gutachten nur dann zum Schaden, wenn die Begutachtung tatsächlich erforderlich und zweckmäßig ist, um einen Schadensersatzanspruch geltend machen zu können.

Wie wird Fahrerflucht bei einem Bagatellschaden geahndet?

Auch bei einem geringfügigen Schaden handelt es sich um Fahrerflucht bei Bagatellschaden, wenn sich Unfallbeteiligte unerlaubt vom Unfallort entfernen. Da es sich hierbei um eine Straftat handelt, erwartet den Betroffenen eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Hast du Fragen rund um das Thema Bagatellschäden am Auto? Die Unfallpaten sind immer für dich da! Wir freuen uns auf deinen Anruf oder deine Nachricht!

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