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Was ist Fahrerflucht, was passiert bei Fahrerflucht und was muss ich darüber wissen?

Verkehrsunfälle geschehen täglich und regelmäßig auf deutschen Straßen – das ist leider die traurige Regel und Gewissheit. Manchmal geschieht ein Unfall wetterbedingt oder ein Fahrer war abgelenkt oder man war für einen kurzen Augenblick unaufmerksam. Und manchmal kommt es vor, dass man sich schlichtweg verschätzt. Egal was die Gründe sind, wenn es erst einmal zum Unfall kommt, ist der Ärger natürlich immer groß. Aber wie du weißt, sind nach jeder Art von Unfall, die Unfallpaten für dich da! Wir kümmern uns um die Beauftragung eines erfahrenen Kfz Gutachters, eines fachkundigen Anwalts und um die Klärung der Schadensabwicklung mit der gegnerischen Versicherung – wenn du unverschuldet der Geschädigte des Unfalls bist. Doch was passiert, wenn der Unfallverursacher oder ein Unfallbeteiligter einfach vom Unfallort verschwindet? Sind Unfallgegner nicht eigentlich verpflichtet, alle Personalien auszutauschen?

An dieser Stelle kommt das Thema Fahrerflucht ins Spiel. Denn passiert ein Unfall, stehen in den meisten Fällen erst einmal die Fahrer unter Schock. Im ungünstigsten Fall, verlassen diese dann auch noch möglicherweise, ohne zu überlegen, den Unfallort. Und genau damit begeht der betreffende Autofahrer daraufhin einen sehr großen Fehler. Denn das Verhalten gilt in Deutschland als Fahrerflucht, beziehungsweise als Unfallflucht, und kann harte Strafen zur Folge haben.

Für dich gilt: Nach einem Autounfall heißt es zuerst Ruhe bewahren. Je nach Schwere des Autounfalls muss natürlich die Polizei gerufen werden. Gehe sicher, dass kein Personenschaden besteht und tausche alle relevanten Versicherungsdaten mit dem Unfallgegner aus. Ist dies nicht möglich, solltest du zumindest das Kennzeichen kennen. Anschließend setzt du dich mit uns in Verbindung. Um dir die Aufnahme des Unfallschadens vor Ort zu vereinfachen, kannst du von uns kostenlos ein Schadenformular per E-Mail oder per Post anfordern und später ausgefüllt an uns zurücksenden. Auch wenn die Schuldfrage noch ungeklärt ist, sind wir für dich da. Was du nicht machen solltest, liest du in den folgenden Zeilen.

Was ist ein Unfall mit Fahrerflucht?

Unfallflucht (oder auch bekannt als Fahrerflucht) bezeichnet das unerlaubte Entfernen eines Verkehrsteilnehmers vom Unfallort nach einem von ihm verschuldeten Verkehrsunfall. Aber gibt es einen Unterschied zwischen Unfallflucht und Fahrerflucht? In der Alltagssprache ist oft von Fahrerflucht oder Unfallflucht die Rede. Wie bereits schon beschrieben, meinen die Begriffe das Gleiche. Aber interessanterweise steht im Gesetz keine der beiden Bezeichnungen. Der Gesetzesverstoß des § 142 im Strafgesetzbuch, der offiziellen Niederschrift der Fahrerflucht im StGB, wird dort nur als Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort bezeichnet.

Wann liegt eine Fahrerflucht vor und bei Fahrerflucht, welche Strafe droht?

Eine Fahrerflucht liegt vor, wenn sich ein Unfallbeteiligter nach einem Unfall vom Ort der Kollision entfernt. Wie hoch die Strafe bei Fahrerflucht ausfällt, richtet sich nach der Leitlinie des Verkehrsrechts und vor allem nach dem angerichteten Schaden. Danach richtet sich auch das Fahrerflucht Bußgeld und der Bußgeld Katalog für Fahrerflucht. Kostet eine Wiedergutmachung des Schadens bis zu 600 Euro, wird das Verfahren meist gegen eine Geldauflage eingestellt. Es ist auch möglich, dass als Strafe bei Fahrerflucht eine geringe Geldstrafe ausgesprochen wird. Bei einer Anzeige wegen Fahrerflucht und einem Schaden bis zu 1300 Euro muss der Verursacher mit einer Geldstrafe von etwa einem Monatsgehalt rechnen.

Dazu kommen zwei Punkte in Flensburg – und im höchsten Fall drei Monate Fahrverbot. Härtere Konsequenzen haben allerdings Schäden ab 1300 Euro. Dann verliert der Fahrer den Führerschein für mindestens sechs Monate und es gibt drei Punkte im Flensburger Punktesystem, auch Verkehrszentralregister (VZR) genannt. Dieser Eintrag bleibt darüber hinaus zehn Jahre im Verkehrsregister registriert. Doch damit nicht genug, es können auch Geldstrafen drohen, die deutlich über ein Monatsgehalt hinausgehen können.

Genauer gesagt heißt das, dass bei einem Schaden bis etwa 1300 Euro eine Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen (das ist gleichbedeutend mit einem Monatsgehalt) droht, zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und ein bis zu dreimonatiges Fahrverbot. Denn bei einem Schaden von über 1300 Euro geht das Gericht meistens von einem bedeutenden Schaden, wie es offiziell heißt, aus. Allerdings bei einem Schaden von bis zu 600 Euro, wird das Verfahren meist gegen eine Geldauflage eingestellt, beziehungsweise wird eine geringe Geldstrafe ausgesprochen.

Was passiert, wenn man einen Unfall verursacht hat, es aber nicht gemerkt hat?

Hält man nach einem möglichen Unfall, etwa dem Schneiden oder bei der Kollision mit einem anderen Fahrzeug, nicht sofort an, macht man sich sicher strafbar. Man darf auch nicht erst 100 Meter weiterfahren und dann anhalten. Auch verboten ist, bei einem Unfall vor der eigenen Wohnungstür zunächst kurz ins Haus gehen, um einen kühlen Kopf zu bekommen. Denn in dem Moment, in dem man als Unfallverursacher einfach weiterfährt, begeht man Unfallflucht.

Dabei kommt das gar nicht so selten vor. Denn etwa jeder vierte Unfallbeteiligte in Deutschland entfernt sich unerlaubt vom Unfallort. Doch das geht in vielen Fällen schlecht aus. Denn eine Fahrerflucht zu begehen kann den Führerschein UND den Versicherungsschutz kosten sowie, wie bereits gesehen, mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe belegt werden.

Dabei zählt der Auto Club Europa (ACE) jedes Jahr offiziell mehr als eine halbe Million Fälle von Fahrerflucht in Deutschland. Die Gründe, warum so viele Autofahrer flüchten, sind verschieden: Unwissenheit spielt oft eine Rolle, aber auch Vertuschung von Alkohol am Steuer kommt häufig vor. Manchmal steht der Schadensverursacher auch unter Schock. Berechtigte Gründe, sich unerlaubt vom Unfallort zu entfernen, sind das allerdings in den Augen des Gesetzgebers nicht. Besser also, man weiß Bescheid, wie man sich im Fall der Fälle verhalten sollten.

Was mache ich, wenn ich den Unfall und die Fahrerflucht nicht bemerkt habe?

Wenn die Fahrerflucht nicht bemerkt wurde, als der Unfall geschah, muss, wenn der Schaden dann bekannt wurde, die Polizei unverzüglich informiert werden. Das stellt dann eine Selbstanzeige dar. Viele Menschen haben damit aber große Probleme. Insbesondere oftmals wird die Fahrerflucht nicht bemerkt bei einem Bagatellschaden. Aber auch Fahrerflucht und Strafe bei Blechschaden ändern nichts daran, dass es sich trotzdem um Straftaten handelt und es bei Fahrerflucht auch Strafe für Kratzer gibt. Auch ein Spiegel abgefahren ist Fahrerflucht – da macht das Gesetz keine Ausnahmen.

Fahrerflucht, wann meldet sich die Polizei und wie lange dauert die Ermittlung bei Fahrerflucht?

Wie lange dauert eigentlich die Ermittlungsdauer bei Fahrerflucht? Das stellt sich insbesondere als Frage, wenn man die Fahrerflucht nicht bemerkt hat Wie geht die Polizei dann eigentlich vor? Nach einer begangenen Fahrerflucht wird nach einer Anzeige, in der Regel vom Geschädigten, die Polizei aktiv. Sie wendet sich, soweit bekannt, an den beschuldigten Fahrer und versucht zu ermitteln, warum dieser nach dem Schadensereignis wegfuhr. Wie schnell meldet sich die Polizei in der Regel bei Fahrerflucht? Durch Ermittlungen am Unfallort kann die Polizei den Fahrzeughalter finden. Wie lange die Ermittlungen dauern, hängt vom Einzelfall ab. Wenn die Polizei einen Verdacht hat, befragt sie den Verdächtigen – auch manchmal direkt am Wohnort, weil dort das Fluchtfahrzeug stehen könnte. Im Normalfall allerdings geschieht eine Vorladung.

Fahrerflucht, wann wird ein Verfahren eingestellt und bei Fahrerflucht, wann kommt der Brief?

Fünf Jahre lang müssen Fahrer, die Unfallflucht begangen haben, übrigens bangen und mit einer Strafverfolgung rechnen. Neben der Frage, ob die Unfallbeteiligung allerdings überhaupt nachgewiesen werden kann, setzt eine folgende Verurteilung voraus und das ein Schaden entstanden ist und bemerkt wurde. Vor Gericht kann dies häufig nur durch ein Sachverständigengutachten nachgewiesen werden. Da stellt sich auch die folgende Frage …

Fahrerflucht ohne Schaden: Ist es auch dann Fahrerflucht?

Wenn tatsächlich kein Schaden entstanden ist, droht auch keine Strafe wegen Unfallflucht. Allerdings nur, wenn man den Unfall gemeldet und sich erlaubt vom Unfallort entfernt hat. Ansonsten gilt, wer sich der Fahrerflucht strafbar gemacht hat, muss gem. § 142 Absatz 1 StGB mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe rechnen.

Was passiert, wenn man eine Fahrerflucht begeht, aber es gar nicht merkt?

Wie bereits beschrieben, ist Unfallflucht eine Straftat und wird in § 142 StGB geregelt. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Vorsatzdelikt. Das bedeutet, dass der Täter von dem Verstoß gegen das Gesetz auch Kenntnis haben muss. Ansonsten entfällt die Strafbarkeit des Delikts. Auch andere Gründe schließen dies aus. Entfernt man sich vom Unfallort, um den Schaden bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden, zählt das nicht als Fahrerflucht. Gleiches gilt, wenn man als Unfallverursacher verletzt ist und Hilfe sucht. Auch wenn man als Fahrer keinen Fremdschaden verursacht, sondern nur das eigene Auto beschädigt hat, kann man weiterfahren und muss keine Strafe fürchten.

Was tun bei Unfall auf einem Parkplatz?

Auch dann ist es Fahrerflucht gem. § 142 Strafgesetzbuch, wenn man sich unerlaubt von dem parkenden Fahrzeug entfernt, dass man beschädigt hat. Denn kommt der Fahrer innerhalb der Wartezeit nicht wieder, bringt der Geschädigte den verursachten Schaden in der Regel zur Anzeige der Fahrerflucht. Zwar kann man auch natürlich eine Notiz am beschädigten Fahrzeug hinterlassen, allerdings ist davon wegen der möglicherweise fehlenden Beweiskraft eher abzuraten. Oftmals ist für den Geschädigten allerdings der Schaden durch die Teilkasko mit dem Parkschaden-Baustein gedeckt.

Wie lange dauert ein Gutachten nach einem Unfall nach Fahrerflucht?

Eine Haftpflichtversicherung hat üblicherweise vier bis zu sechs Wochen lang Zeit, die Forderung auf Schadensersatz zu überprüfen. Nach dieser Prüffrist muss sie jedoch möglichst bald ihre Leistungen dem Geschädigten zahlen. Ratsam wäre deswegen, die Schadenhöhe in Form eines Kfz Gutachtens zu ermitteln und an die Versicherung zu schicken, so dass nicht wertvolle Zeit verloren geht.

Fahrerflucht in der Probezeit: Welche Strafen drohen?

Die Führerschein-Probezeit dauert zwei Jahre. Allerdings verlängert sie sich auf insgesamt vier Jahre bei einem A- und / oder zwei B-Verstößen. A-Verstöße sind schwerwiegende Vergehen im Straßenverkehr, wie etwa die besagte Fahrerflucht. Als B-Verstöße hingegen werden Delikte bezeichnet, bei denen die Sicherheit im Straßenverkehr gefährdet wird, zum Beispiel Parken im Parkverbot. Dementsprechend müssen Fahranfänger in der Probezeit mit Konsequenzen wie der Verlängerung der Probezeit oder der Anordnung zum sogenannten, umgangssprachlich genannten, Idiotentest rechnen.

Das Strafmaß selbst für eine begangene Fahrerflucht richtet sich nach der Schwere der individuellen Unfallumstände. Es kann dazu kommen, dass man die Fahrerlaubnis abgegeben muss. Bei einem besonders schwerwiegenden Verstoß droht, wie bereits beschrieben, sogar eine Freiheitsstrafe. In so einem Fall empfiehlt sich die Beratung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt.

Welche Auswirkungen kann Fahrerflucht auf meinen Führerschein haben?

Abgesehen von der Probezeit hat der Staat allgemein gesehen, für Fahrerflucht harte Strafen vorgesehen. Selbst wer nach einem kleinen Schäden einfach davon braust, hat bereits eine Straftat begangen. In solchen Fällen wird ein Bußgeld von 30 Euro fällig. Wenn es zu größeren Schäden kommt oder es Verletzte gibt, drohen eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre, hohe Geldstrafen, drei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot oder sogar der Führerscheinentzug.

Fahrerflucht und Versicherung: Was zahlt meine Kfz-Versicherung bei einem Unfall mit Fahrerflucht?

Ist man Betroffener der Fahrerflucht, beziehungsweise des verursachten Schadens, aber der Unfallverursacher konnte nicht ermittelt werden, kann man die Vollkasko in Anspruch nehmen. Allerdings sollte man sich bei der Versicherung über die Auswirkungen der Zurückstufung des Schadenfreiheitsrabatts beraten lassen. Die Teilkasko der Kfz-Versicherung zahlt allerdings nur bei einem Glasschaden durch Elementarereignisse wie Steinschlag, Sturm oder Hagel oder bei Wildunfällen.

Ist man selbst der Unfallverursacher, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden am anderen Wagen. Bei einer Verurteilung wegen Fahrerflucht kann der Kfz-Haftpflichtversicherer mit bis zu 5.000 Euro regressieren, und der eigene Schaden am Fahrzeug wird nicht von der  Kaskoversicherung übernommen.

Wenn man als Betroffener also einen als einen Kfz-Gutachter zur Schadensermittlung beauftragt, kann es passieren, dass man auf den Kosten sitzen bleibt. Und zwar dann, wenn nicht festgestellt werden kann, wer den Unfall verursacht hat, und wenn die Versicherung nicht überzeugt ist, dass es sich um einen Unfall mit Fahrerflucht handelt.

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